Bundessprecherinnenrat? … läuft!

Mit einem gelassenen „läuft“ konnten wir natürlich nicht alle auf der ersten Sitzung des neuen BundessprecherInnenrates angesprochenen Themen abschließen – aber doch die zentralsten soweit besprechen, dass wir sie zum laufen bringen können. Unser erstes Zusammentreffen in der ersten Etage des Karl-Liebknecht-Hauses in Berlin, der Homebase des Jugendverbands in der Parteizentrale, begann am Samstag beinahe pünktlich und ziemlich motiviert –

nämlich mit einer Vorstellungsrunde mit selbst gemalten Plakaten zu unseren politischen und persönlichen Lebensläufen und -plänen (ich hoffe, dass wir einige der Bilder noch veröffentlichen…). Auch die folgenden Debatten um unsere Einschätzungen der politischen Lage der Linken im Allgemeinen, der Rolle und Aufgaben des Jugendverbandes darin und gemeinsame Prioritäten und Projekte für das kommende Jahr haben unheimlich davon profitiert, dass wir außer dem Standardrepertoire von Tagesordnung und Redeliste mit Karteikartenabfragen und Flipcharts (naja, Plakatrückseiten) gearbeitet haben. Nachdem ich das groß in die Konzeption der Basisgruppenseminare eingebaut habe, kann ich jetzt also noch mal sagen, dass es wirklich funktioniert und Treffen besser, erfreulicher und effektiver macht und mehr Leute einbindet.

Die gute Stimmung am Samstag war außerdem sicher davon geprägt, dass wir uns den Tag für grundsätzliche Klärungen freigeschaufelt uns alles Konkrete und Dringende auf Sonntag gelegt hatten. Der war dann trotz kollektiver Partyabstinenz am Samstagabend auch deutlich anstrengender und zwischendurch im Ton gereizter, aber auch heute abend wir am Ende einen inhaltlich und für die Zusammenarbeit guten Abschluss gefunden.

Neben den politischen Projekten, die der Bundeskongress beschlossen hat und die wir für wichtig halten, stehen für einen BSPR natürlich eine Menge Dinge ins Haus, die eher Voraussetzungen für die politische Arbeit als diese selbst betreffen: Die Koordinierung der Bundesgeschäftsstelle, die Funktion als Arbeitgeber für die MitarbeiterInnen dort und in den im letzten Jahr neu eingerichteten Regionalstellen, weitere Verhandlungen mit der Partei, nachdem wir für dieses Jahr die Gelder für eine dringend notwendige Aufstockung der Stundenkontingente in der Geschäftsstelle nicht bekommen haben, technische Infrastruktur für die Verwaltung der Mitgliederdaten…

Und all das lag auch heute auch schon auf dem Tisch – ebenso wie die Auftstellung eines Haushaltes als Planungsgrundlage für die Finanzierung unserer Aktivitäten. Auf dessen Konto ging auch ein Großteil der anstrengenderen Debatten – aber am Ende würde ich sagen, dass wir es geschafft haben, die inhaltlichen Projekte wie Anti-Atom-Proteste, Bundeswehr raus aus den Schulen, Afghanistankonferenz im Dezember und Antirassismus arbeitsfähig zu machen, Spielraum für die z.T, schon geplanten Bundesarbeitskreistreffen und ein zentrales BAK-Wochenende im Herbst zu erhalten und die wichtigen Aufgaben des Verbandsaufbaus und der politischen Bildung zu stärken. Natürlich brauchen jetzt noch der Haushalt im allgemeinen und einige konkrete Vorschläge im besonderen das Votum des Länderrats – aber ich bin überzeugt dass wir den auch von der Weisheit unserer Entscheiungen überzeugen können 😉

Konkret haben wir dann noch verabredet, wie wir die vom Bundeskongress beschlossene gemeinsame Mobilisierung zu den Blockaden des AKW Brokdorf in zwei Wochen weiter unterstützen können und was noch ansteht, um das bundesweite Sommercamp in der ersten Augustwoche zu einem ganz großen Erfolg zu machen. Antwort: Zum ersten (Block Brokdorf) müssen wir alle einfach noch ein bisschen Material verteilen, mobilisieren und hinfahren und zum zweiten (SoCa) ein paar gute Vorschläge fürs Programm machen, die Woche oder wenigstens die Wochenenden (für die LohnarbeiterInnen mit Urlaubsmangel) freihalten und spätestens vor Ort eine Orgaaufgabe mitübernehmen. Ach ja: Wir meint im letzten Satz nicht die Mitglieder des BundessprecherInnenrats, sondern des ganzen Verbandes.

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2 Antworten zu Bundessprecherinnenrat? … läuft!

  1. Mümmel schreibt:

    Cool – ich mag es, wenn Funktionsträger von sich aus Transparenz erstellen. Weiter so – gefällt mir wirklich gut. Danke.

  2. Pingback: Was tun – aber bloggen? | fepix

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