Sommercamp und Parteivorstand

Diese Woche war ich mit 150 bis 200 weiteren GenossInnen ein paar Tage beim Sommercamp der Linksjugend [’solid] in Kratzeburg im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern. Ich fand den neuen Platz unheimlich schön und durchaus einen Gewinn im Vergleich zu vergangenen Jahren. Gutes Wetter ist ja immer schwer zu planen, aber wenigstens an den Tagen, an denen ich da war, hat’s ganz ordentlich geklappt.

Aus dem inhaltlichen Programm ist mir vor allem ein Workshop zu Rassismus in Erinnerung geblieben, den GenossInnen aus Berlin vorbereitet hatten – eine systematische Einführung darin, was eigentlich Rassismus ist, worin die Definitions- und Abgrenzungsschwierigkeiten zu anderen Phänomenen besteht und wie man Rassismus dann eigentlich erfassen kann. Nicht zuletzt haben wir darüber diskutiert, wie Rassismus entsteht und wie er gesellschaftlich wirkt.

Ansonsten war ich einen Tag mit Treffen beschäftigt – erst war ich beim Treffen zwischen BundessprecherInnenrat des Jugendverbandes und Bundesvorstand des Studierendenverbands dabei, dann beim Treffen des BSPR mit dem Parteivorsitzenden der LINKEN, Bernd Riexinger, und dann bei der Diskussionsrunde des Camps mit Bernd.

Der BSPR hat Bernd vor allem die aktuellen Projekte des Jugendverbands vorgestellt, Bernd hat ein paar Ideen eingebracht, an denen man zusammen arbeiten könnte und wir haben die ersten im Jugendverband besprochenen Gedanken zum Wahlkampf diskutiert. In der Diskussionsrunde ging es vor allem um allgemeine und grundsätzliche Fragen – wie ist die Kritik am Kapitalismus an sich und seiner Ausprägung in der finanzmarktgetriebenen Form zu fassen, welche popularisierenden Zuspitzungen sind hilfreich und welche vielleicht schädlich und wie kann DIE LINKE „den Kampf um das tägliche Teewasser mit der Revolution verknüpfen“.

An meinem letzten Abend hatte ich noch die große Ehre, im Team der „Pippi Langstrumpf-Kampfbrigade“ den ersten Platz in der Camprallye einzufahren, bei der ich unter anderem in einer einminütigen Bewerbungsrede um den Parteivorsitz möglichst viel Rahmspinat unterbringen musste und leider die Frage nach dem Tag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl falsch beantwortet habe – es war der 26., nicht der 28. April 1986. Aber am Ende hat es dank großen Einsatzes und einer hervorragenden Teamleistung gereicht :-).

Nicht ganz so unterhaltsam war die Sitzung des Parteivorstands gestern und heute – es ging unter anderem um die Geschäftsordnung des PV, aber auch wichtige Fragen der Mitgliederentwicklung: Wie kann DIE LINKE neue Mitglieder gewinnen und Mitglieder einbinden und bei der Partei halten? Und wie erreichen wir ausreichend Mitgliedsbeiträge, um die Finanzen der Partei langfristig zu sichern? Dazu gab es einen Zwischenstand aus dem Parteientwicklungskonzept LINKE 2020, in dessen Rahmen viele Landesverbände schon wichtige Schritte in der Mitgliedergewinnung und -betreuung unternommen haben.

Samstagabend habe ich dann noch mit der PV-Zuständigen für Sportpolitik, also in hochqualifizierter Gesellschaft, Olympia geschaut und heute wurden im PV einige Anträge behandelt – darunter einer, den ich eingebracht hatte und nach dessen Beschluss DIE LINKE jetzt den Aufruf für die Aktionswoche für militärfreie Bildung und Forschung Ende September unterstützt. Unter diesem und jenem wurde noch über die alljährliche „Pfingsten mit der LINKEN“ Veranstaltung gesprochen (eine Art Pfingstcamp für ältere und deren Familien), die auch im nächsten Jahr wieder stattfinden soll – sicher eine gute Alternative für alle, die sich für Jugendverbandscamps zu alt fühlen…

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Jugendverbände abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s